Kambodscha: Behörden müssen humanitäre Krise durch COVID-19 abwenden

Tausende von Menschen bitten auf Telegram und Facebook um Hilfe, da ihnen der Zugang zu Lebensmitteln verwehrt wird.
Verifiziertes Filmmaterial zeigt verzweifelte Szenen in „roten Zonen“ und gewaltsames Vorgehen der Polizei.

Die kambodschanische Regierung muss dringend Maßnahmen ergreifen, um eine sich abzeichnende humanitäre und menschenrechtliche Krise durch den Lockdown aufgrund von COVID-19 abzuwenden, sagte Amnesty International heute.

Seit dem 19. April gilt eine strenge Abriegelung einiger Stadtviertel der Hauptstadt Phnom Penh und in anderen Städten, darunter Takhmao, Preah Sihanouk und Poipet. Am Montag, den 26. April, wurde die Abriegelung bis zum 5. Mai verlängert.

Die Regierung hat Gebiete, in denen es einen besonders schweren Anstieg von COVID-19-Fällen gibt, als „rote Zonen“ ausgewiesen. Den Menschen in den roten Zonen ist es untersagt, ihre Häuser zu verlassen, selbst um Lebensmittel und andere DInge des täglichen Bedarfs zu kaufen. Märkte in den roten Zonen wurden geschlossen und alle mobile Lebensmittelstände ausgeschlossen, so dass viele gefährdete Bewohner hungern müssen. Einige Haushalte innerhalb dieser Zonen sind seit dem 9. April abgeriegelt.

Hier weiterführende Informationen (auf englisch): https://www.amnesty.org/en/latest/news/2021/04/cambodia-humanitarian-crisis-covid/

1. Mai 2021